CCS Projekte

Erkundung - Erlaubnisfeld Birkholz-Beeskow

Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg hat die im März 2009 von der Vattenfall Europe Mining AG für das Feld „Birkholz-Beeskow" beantragte Erlaubnis am 23. Oktober 2009 erteilt.

Die Erkundungsarbeiten sollen Aufschluss über die Eignung der potenziellen Einlagerungshorizonte zur dauerhaft sicheren Speicherung von CO2 sowie den Strukturbau der darüber liegenden Schichtenfolge geben. 

Im Genehmigungsverfahren wurden 17 Träger öffentlicher Belange, einschließlich der betroffenen Ämter und Gemeinden sowie weitere Inhaber von bergrechtlichen Erlaubnissen beteiligt.

Da die Voraussetzungen für die Erlaubniserteilung vorliegen und keine Versagungsgründe im Sinne des Bundesberggesetzes (BBergG) eingreifen, war die Erlaubnis durch das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg zu erteilen.

 

Technologien zur Abscheidung von CO2

Es werden derzeit drei Verfahren verfolgt:

  • Postcombustion capture (Abtrennung nach der Verbrennung),
  • Precombustion capture (Abtrennung vor der Verbrennung) und das
  • Oxyfuel-Verfahren.

Oxyfuel-Verfahren

Beim Oxyfuel-Verfahren wird die Kohle in einer Atmosphäre aus reinem Sauerstoff und rezirkuliertem Rauchgas verbrannt. Das Rauchgas ist nicht mit Luft-Stickstoff verdünnt und besteht im Wesentlichen aus Kohlendioxid und Wasserdampf. Das CO2 wird konzentriert und abgeschieden.

Pilotanlage

Eine 30 MWth Pilotanlage zur Abscheidung von CO2 im „Oxyfuel-Verfahren" wurde am Standort des Kraftwerkes Schwarze Pumpe von Vattenfall in die Planung genommen.

Derzeit testet Vattenfall das Verfahren in Schwarze Pumpe.

 

Forschungsprojekt - CO2SINK in Ketzin

Ein Projekt zur unterirdischen Speicherung von CO2 im Land Brandenburg ist das Forschungsprojekt „CO2SINK" in Ketzin.

Es wird von einem Konsortium, bestehend aus 18 Partnern aus neun europäischen Ländern, realisiert. Das Projekt wird von der EU, dem Bund und dem Land Brandenburg unterstützt.

Das vom GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ) koordinierte und von der Europäischen Union geförderte Projekt soll helfen:

  • das wissenschaftliche Verständnis über die geologische Speicherung von CO2 weiter zu entwickeln,
  • die im Untergrund ablaufenden Prozesse bei der Injektion von CO2wissenschaftlich-technisch zu erforschen.

Bei der Forschung und Entwicklung der CCS-Technologie arbeiten führende Energieunternehmen seit Jahren mit Universitäten, Einrichtungen, Instituten eng zusammen.

Sicherheit  

Um die Sicherheit der Speicherung zu gewährleisten, hat das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) die Aufsuchung, Entwicklung und Untersuchung zum Speicherstandort Ketzin fachlich und sicherheitstechnisch begleitet sowie die erforderlichen bergrechtlichen Genehmigungen erteilt.

Die jahrzehntelangen Erfahrungen aus dem Erdöl-/Erdgasbereich, Erfahrungen der Kraftwerksbetreiber und die neueren Forschungen stimmen optimistisch, dass das aus den Kraftwerken abgeschiedene CO2 sicher und klimaneutral in vorhandene und dafür geeignete Gesteinsformationen, in den Teufenbereichen zwischen 1.000 m und 4.500 m, dauerhaft eingelagert werden kann.  

Weitere Informationen finden Sie hier:

www.CO2SINK.org.